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  Opferlichte und Altarkerzen - die Kerze im Kreuzfeuer der Meinungen
 


Kirchenkerzenqualität

Immer wieder wird mit viel Aufwand an PR versucht zu behaupten, dass Stearin-Opferlichte deutlich weniger rußen als Paraffinopferlichte und Kerzenimitationen am Altar die richtige Lösung für die Kirchen wären.


Kerzeninnung - Partner der Kirchen
 
 

Wissenschaftliche Untersuchungen über Kerzen

Der Verband Deutscher Kerzenhersteller e.V., die Kerzeninnung - zuständig für ganz Deutschland - und vor allem die Gütegemeinschaft Kerzen e.V. lassen immer wieder wissenschaftliche Untersuchungen durch renommierte Institute über den Abbrand von Kerzen durchführen. Die Ergebnisse sind eindeutig: "Die vorliegenden Proben (Paraffin- und Stearinopferlichter) zeigen hinsichtlich ihres Abbrandverhaltens und der Gesamtkondensate keine Auffälligkeiten und keine sichtbare Rußemission. Die Gesamtkondensate liegen an der Nachweisgrenze".

Die Untersuchungen ergaben keine wesentlichen Unterschiede bei der Rußabgabe zwischen einem Paraffin- und einem Stearinopferlicht, denn bei 0,03 mg Ruß pro Gramm Brennmasse ist Ruß nicht mehr wahrnehmbar. Die Prüfungen von Stearin-Opferlichten im Vergleich zu den untersuchten Paraffin-Opferlichten zeigen eindeutig, dass derartige Angaben wie: “Stearinopferlichte rußen zwischen 83,4 und 93,8 % weniger als Paraffinopferlichte“ nur eine sinnlose Zahlenspielerei sind und eignen sich allenfalls dazu, Verbraucher zu verwirren.

100 % der getesteten Paraffinkerzen und Opferlichte mit Gütezeichen, Gewichtsklasse bis 40 Gramm, sind dieser Kategorie bis 0,03 mg Ruß pro Gramm Brennmasse zuzuordnen.

Aus dem Untersuchungsbericht der DEKRA Umwelt GmbH vom 30.04.2003 geht hervor:

1. Eine Kerze, die pro Gramm Brennmasse weniger als 0,1 mg Kondensat erzeugt, ist nach allen Gesichtspunkten (Umwelt, Gesundheit, Rußabgabe in der Luft, Rußablagerungen in Räumen über jahrzehntelange Einwirkungsdauer hinweg) unbedenklich.
2. Der Anteil des elementaren Kohlenstoffes (das ist der Ruß) beträgt 0,03 mg.

Opferlichte: Kein Einfluss auf Kirchenwände

"Aus dem Abbrennen der Opferlichte lässt sich kein signifikant erhöhter Einfluss auf die Anteile der Staubgehalte in der Raumluft sowie auf den Schwärzungsgrad ziehen. Das ergaben Untersuchungen des TÜV Rheinland von 1999".
Schwärzungen von Kirchenwänden sind also auf bauphysikalische Gegebenheiten zurückzuführen – und nicht auf Kerzen. Aus erwärmter Luftströmung schlägt sich der Staub an kalten, feuchten Wänden nieder. Im Bereich von Heizungen wird dies deutlich sichtbar. Mit der Art des Heizungssystems und einer möglichst gleichmäßigen Klimatisierung lässt sich dies regulieren.
Das Umweltbundesamt hat eine Broschüre "Attacke des schwarzen Staubes – das Phänomen Schwarze Wohnungen, Ursachen–Wirkungen–Abhilfe" zusammengefasst. Es gibt sie kostenlos beim Umweltbundesamt, Postfach 330022, 14191 Berlin, Fax: 030-8903-2912 oder im Internet unter www.umweltbundesamt.de.
Die Broschüre ist eine allgemein verständlich formulierte Übersicht über die gesamte Problemstellung. In der Broschüre wird deutlich gemacht, dass die Ursachen eben nicht ausschließlich in der Benutzung von Kerzen zu suchen sind. Hervorgehoben wird, dass zum einen höchst wahrscheinlich die so genannten "Weichmacher" in Farben, Klebern, Teppichböden, Tapeten, Möbeln etc. eine der Hauptursachen für das Phänomen sind.

Hochwertige Rohstoffe bürgen für Qualität

Paraffin, Stearin und Bienenwachs sind die gebräuchlichsten Rohstoffe zur Herstellung von Kerzen und Opferlichtern. Sie bieten beste Verbrennungseigenschaften (Helligkeit, Verbrennungsintensität, Rußminimierung).

a) Paraffin ist ein Nebenprodukt bei der Schmierstoffherstellung aus Erdöl;
es handelt sich um einen fossilen ursprünglich aus Pflanzen entstandenen Rohstoff.
b) Bienenwachs als Nebenprodukt bei der Honiggewinnung ist nur sehr begrenzt weltweit verfügbar und deshalb sehr teuer.
c) Stearine sind tierische oder pflanzliche Fette. Am häufigsten werden Pflanzenfette aus Palmöl bei der Kerzenproduktion verwendet. Die Reduzierung der Urwaldflächen zum Anbau von Palmplantagen ist derzeit aus Gründen des Umweltschutzes bedenklich. Es ist eine vordringliche Aufgabe der Importeure von Palmöl dafür zu sorgen, dass in den dortigen Ländern ein Umweltbewusstsein und ökologisches Denken erzeugt wird.

Echte Kerzen am Altar

Zuerst möchte ich aber feststellen, dass es sich bei einer sogenannten Dauerkerze am Altar nicht um eine Kerze handelt. Es wird lediglich der Anschein mit einer kerzenähnlichen Attrappe erweckt. Das gleiche gilt für Flüssigwachs-Opferkerzen oder sogenannte Dauerkerzen mit Ewigbrenner.
Der Versuch, immer gleich lange Kerzen am Altar zu haben wegen der besseren Dekorationsmöglichkeit, oder Opferkerzen aus Flüssigwachs wegen der Sauberkeit, wurde schon früher probiert. Doch schon nach relativ kurzer Zeit liefern diese Attrappen den Anblick von verstaubten alten Kerzen, die nie kürzer werden und sich nicht verzehren. Man wäre fast geneigt, sie als Kerzenprothesen zu bezeichnen, wenn diese Entwicklung nicht eine viel ernstere Seite hätte.
Aber trotz der angeblich vielen Vorteile dieser Attrappen lässt sich die große Mehrzahl von kirchlichen Entscheidungsträgern nicht davon beeinflussen, denn Wachskerzen in bester Kirchenkerzen-Qualität sorgen für eine feierliche Atmosphäre in der Kirche - ohne sichtbaren Ruß, ohne gesundheitsschädliche Abgase.

Kirchenkerzen-Qualität

Die Kerze verzehrt sich um Licht zu spenden. Sie symbolisiert Christus als Licht der Welt. Echtheit und Symbolkraft fehlen, wenn Kerzenimitationen verwendet werden, wie zum Beispiel mit flüssigem Brennstoff gefüllte Dosen, die im Auswechselverfahren in hohle Kerzenattrappen gestellt werden.
Seit urdenklicher Zeit verschönt die echte Kerze mit ihrer schönen Flamme die religiösen Feiern. Die Kerze ist es, die Menschen anlockt, wo immer sie brennt.

Ein Pfarrer schrieb zu diesem Thema folgende Worte an die Kerzeninnung:
"Seit dem christlichen Altertum brennen Kerzen im Heiligtum, teils aus praktischen Gründen bei nächtlichen Gottesdiensten zum Lesen der Gebetstexte, teils aus liturgischen Gründen um Christus als Licht der Welt zu symbolisieren. Wie die brennende Kerze sich sichtbar verzehrt, so opfert sich Christus bei jeder Eucharistiefeier auf, um Gläubige durch seine Selbsthingabe zu erlösen. Darum die bis heute noch bestehende Vorschrift der Kirche, dass bei jeder heiligen Messe Wachskerzen brennen müssen, wie auch ein Kreuz auf dem Altartisch stehen muss.
Als Seelsorger erlebt man immer wieder, wie Gläubige als Dank für Erhöhung in großer leiblicher oder seelischer Not eine besonders große und reichgeschmückte Kerze in der Kirche opfern mit der Bitte, sie vor dem Gnadenbild anzuzünden. Es würde ihnen aber nie in den Sinn kommen, einen Karton Ersatzlichter, der dem Preis der schönen Kerze entspricht, als Dankesgabe der Kirche anzubieten.
Es käme ihnen wie eine Beleidigung des Gnadenbildes vor. Die Seele des Volkes hat eben ein feineres Gespür als merkantiles Denken!"

Pflege des lebendigen Lichtes - Beachtung der Abbrandbedingungen

  • Bei der Kerzenflamme handelt es sich um ein offenes Feuer
    Gebrauchs- und Sicherheitshinweise des Herstellers lesen und befolgen.
  • Achten Sie auf genügend Abstand der Kerzen zueinander, mindestens 10 - 15 cm. Die brennenden Opferkerzen und Opferlichte dürfen sich nicht gegenseitig aufheizen, möglichst Platzhalter verwenden.
  • Wichtig ist, dass dem Opfertisch ein günstiger Standort im Kirchenraum zugewiesen wird.
  • Kerzen niemals in unmittelbarer Nähe brennbarer Stoffe abbrennen,
    Mindestabstand zu brennbaren Stoffen sowie Mindestabstand zwischen
    2 brennenden Kerzen beachten.
  • Auf nichtbrennbare Unterlage achten – geeignete Behälter oder Kerzenhalter verwenden.
  • Kerzen vor Zugluft und anderen Luftströmungen (z.B. Heizungen)
    geschützt abbrennen, denn Zugluft bringen Kerzen und Opferlichtflammen
    zum Flackern. Ungünstig sind niedere Gewölbe, Eingangs- und
    Seitentrakte. Auch sollte der Opfertisch nicht direkt an einer Außenwand
    angeordnet werden.
  • Brennschüssel frei von Verunreinigungen und brennbaren Materialen halten.
  • Rußende, flackernde Kerzen löschen – vor Wiederanzünden Docht kürzen
    bzw. Rand abschneiden.
  • Standort der Kerzen nicht verändern solange die Brennschüssel flüssig ist.
  • Brennende Kerzen niemals mit Wasser löschen.

Die Kerzeninnung hält zu diesen Themen Vorträge und Schulungen bei Mesnerversammlungen, u.a. regelmäßig in der Überdiözesanen Mesnerschule in Freising, ab. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der Bayerischen Wachszieher-Innung –Bundesinnung- (siehe Kontakte).

 

 
 
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