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„Es brauchen die Menschen das Wachs zu vielen Dingen...“

 

Das wurde schon vor 100ten von Jahren festgestellt. Wenn wir heute von „Wachs“ hören, denken wir wohl zunächst an Kerzen und sind uns nicht der überaus zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten bewusst, die dieses leicht zu formende Material bietet.

Wachs ist zum Beispiel Bindemittel in kosmetischen Produkten, Wachs ist als Glanzmittel in Schuhcreme und Politur, Wachs hat eine schützende Funktion als Isoliermaterial und Dichtungsmasse, Wachs ist unersetzlicher Werkstoff in der Technik und in der Zahnmedizin usw.
Auch in der Kunst findet Wachs Verwendung und da kommen die Wachsbildner, die ein großer Teil des Berufsbildes der Wachszieher ausmachen, zum Einsatz.

Der alltägliche, multifunktionale Gebrauch von Wachs ist uns schon aus der Antike bekannt. Der Werkstoff „Wachs“ begegnet uns schon sehr früh in der Liturgie und Volksfrömmigkeit, in Gestalt unterschiedlichster Objekte wie z.B. Kerzen, Votivgaben, Wachsstöcke, Reliefs, Klosterarbeiten usw.

Die hohe Wertschätzung des Materials führte im Spätmittelalter zur Herausbildung des zünftigen Berufsstandes der Lebzelter, die zugleich als Wachszieher (und Lichtzieher) arbeiteten und mit dem Honig ein weiteres wertvolles Bienenprodukt für ihre gewürzten Flachgebäcke verwendeten. Daneben wurde Wachs auch in Klöstern und in bäuerlicher Hauswirtschaft gewonnen. Durch Schmelzen der Bienenwabe, Reinigungs- und Bleichvorgänge erzeugtes Bienenwachs war zudem als Modelliermasse geschätztes Material.

wachs


 

 

 


Mit der Entwicklung von Stearin und Paraffin im 19. Jahrhundert und der Produktion wachsanaloger Stoffe auf synthetischer Basis im 20. Jahrhundert verlor das vordem (neben dem tierischen Talg) verwendete Bienenwachs an Bedeutung, wird aber weiterhin aufgrund seiner „kultischen Wertigkeit“ öffentlich und privat hochgeschätzt.

Wachsprodukte, die sich auch heute noch besonderer Nachfrage erfreuen sind hauptsächlich die Kerzen.

Die Kerzeninnung hat den Status einer bundesweit zuständigen Handwerksinnung, Der Beruf des Wachsziehers hat eine Jahrhundertealte Tradition und ist einer der ältesten Handwerksberufe in unserem Kulturraum. Der satzungsmäßige historische Begriff „Wachszieher“ steht für die Tätigkeiten der Kerzenhersteller und Wachsbildner.

Kerzenkugeln

 

 
 
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