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  Zwischen Lichtmess und Blasius -  kirchliches Brauchtum am 2. und 3. Februar
 


Die Weihe von Kerzen und Wachsstöcken
steht im Mittelpunkt der Lichtmessfeiern am 2. Februar

Lichtmess ist zurückzuführen auf folgende Geschichte in der Bibel:
Der greise Simeon nimmt im Tempel das Kind in Empfang, worauf sich seine Verheißung erfüllt, dass er dem Messias begegnen werde. Er bezeichnet das Kind, also Jesus, „als das Licht der Völker“, das Licht der Welt.

Sämtliche Religionen stimmen darin überein, dass Gott ein Licht ist. Das Licht als Symbol der Gottheit begegnet uns in allen religiösen Kulturen.

Kein anderes Symbol als die Kerze kann den „Tag des geweihten Lebens“ wie der Lichtmesstag auch genannt wird, darstellen.  

Auch heute noch lebt das kirchliche Brauchtum. Das macht der Blick in die katholischen Gottesdienstanzeiger deutlich. Da gibt es nahezu keine Kirche, bei der für diesen Tag nicht Kerzenweihe und Blasiussegen im Kalendarium stehen.

Noch heute ist es vielerorts Brauch, am Fest Mariä Lichtmess sämtliche Kerzen, die im Laufe des Jahres für liturgische Zwecke gebraucht werden, weihen zu lassen.

Die ältesten überlieferten Weihegebete stammen aus dem zehnten Jahrhundert. Es heißt dort:
Der Herr möge die Kerzen segnen, zum Gebrauch der Menschen
Für die Gesundheit des Leibes und der Seele, zu Wasser und zu Lande.


Lichtmess
 
 


Aus dieser Segenskraft ist auch die Wertschätzung zu erklären, die man den geweihten Kerzen zuschrieb. Man sorgte in früheren Zeiten dafür, dass jedes Haus an Mariä Lichtmess seine Kerze erhielt.
Die Lichtmesskerzen bildeten im Hause der Gläubigen einen wertvollen Besitz, einen Schutz in Wettergefahren und ein Trost in der Sterbestunde.
Am Tag nach Lichtmess, am Fest des heiligen Blasius wird die Kerze erneut zum Segenszeichen, wenn mit zwei kreuzförmig verbundenen Kerzen der Blasiussegen erteilt wird. Es heißt: „Bewahre Dich der Herr vor aller Krankheit des Leibes und der Seele“.
Die Pfarrer freuen sich, dass immer mehr Menschen, an dem Lichtmesstag, zur Messe kommen, besonders freuen sie sich, dass nicht nur die älteren Menschen kommen, sondern auch Familien und Mütter mit Kindern.

Vor dem Hauptalter in den Kirchen werden die Kerzen aufgestellt, die dann im Jahreslauf in der Kirche und auf dem Friedhof entzündet werden, auch Kommunionkerzen der Kinder. Viele Menschen stecken Kerzen in ihre Taschen, die ebenfalls gesegnet werden. Einst galt die Regel, dass alle Kerzen, die im Laufe eines Jahres gebraucht werden, mit zur Weihe zu bringen sind. Früher war dieser Tag ein Feiertag und zwar deshalb, weil die Dienstboten gewechselt wurden. An Lichtmess erhielten die weiblichen Dienstboten Wachsstöcke von den Herrschaften.

 
 

Heute noch werden in ländlichen Gegenden  Wachsstöcke gefragt, die man dann in der Vitrine oder dem "Herrgottswinkel" aufstellt.

Die Menschen suchen immer mehr den Segen, denn sie spüren, dass sie diese Kraft von Gott brauchen. Besonders die Kleinen freuen sich über den Kindergottesdienst an Lichtmess mit einer stimmungsvollen Prozession, denn Licht spricht vor allem die Kleinen an.

Viele Pfarreien ordern heute noch an Lichtmess ihren Kerzenbedarf für das Kirchenjahr, darum herrscht bei unseren Handwerksbetrieben vor Lichtmess Hochkonjunktur.

Viele unserer Mitglieder sind schon Jahrhunderte Zulieferer der Kirchen. Wir als Kerzeninnung sind dankbar, dass die Entscheidungsträger im kirchlichen Bereich, unsere Auffassung teilen, dass es wichtig ist den Wachszieher vor Ort zu unterstützen und ihren Kerzenbedarf bei ihm bestellen, denn sie können sich auf kompetente Beratung und einwandfreie Ware verlassen und zudem werden auch heimische Ausbildungs- und Arbeitsplätze erhalten und geschaffen.

         


Lichtmess

 

 
 
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