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  Kerzenhersteller und Wachsbildner zwischen Handwerk, Kunst und Kirche
 

Die Kerze als Produkt, hat sich in vielfältiger Gestalt über die Jahrhunderte neben allerlei modernen Beleuchtungsvarianten bestens behaupten können. Das verdankt sie ihrem wärmenden, lebendigen Licht in allen Lebenslagen des Menschen von der Taufe bis in den Tod. Von der bescheidenen Erhellung in dunkler Bauernstube bis zum strahlenden Kerzenleuchter im fürstlich ausgestatteten Schlosspalast kam den Kerzen symbolisch das Maß des gesellschaftlichen Standes zu. Für die armen Leute waren Kerzen ein Luxusartikel, mit dem man sparsam umgehen musste. In Schlössern und Kirchen hingegen wurden Kerzen von eigens dafür angestelltem Personal verwaltet und nach strengen Regeln ausgegeben.

Die Mitglieder der Kerzeninnung haben in diesem Beruf ihre Berufung entdeckt um für den Fortbestand eines Kulturgutes in handwerklicher oder auch unternehmerischer Weise zu sichern. Die uralte Handwerkstradition wird heute noch gepflegt und an nachfolgende Generationen weitergereicht.

Hinzu kommt, dass die Bedeutung der Kerze im Blickpunkt von festlichen Ereignissen die Kerzenhersteller zu künstlerischer Ausgestaltung durch Dekorationen in vielfältigster Form anregte. Der Beruf der Wachsbildnerin und des Wachsbildners war geboren. Ob zur Taufe, Hochzeit oder zum Geburtstag, genügend Anlässe gibt es, der Phantasie freien Lauf zu lassen und mit Farben und Figuren aus schlichten Wachskörpern Kunstwerke zu kreieren.

Seit Jahrhunderten sind die Wachszieher Partner der Kirchen. Sie sind bestrebt, die Kerzen so zu gestalten, dass Seelsorger und Gläubige bei Taufe, Erstkommunion, Trauung oder am Sterbebett in der Lage sind, Kerzen auszuwählen, die zum Glaubensinhalt hinführen können. Sie erfüllen die hohen Qualitätskriterien und die strengen Regeln des sakralen Kirchenlebens. Was wären heute die Kirchen ohne echte Kerzen, deren Licht die Herzen wärmen?


 
 

 

 

 
 
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