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  Die Kerze in der Liturgie
 


Die Kerzeninnung möchte die Entscheidungsträger in der Kirche  auf die Bedeutung der Kerzen in der Liturgie aufmerksam machen und versuchen zu verdeutlichen, warum nur echte Kerzen für die Liturgie zu empfehlen sind.

Zur Geschichte
Der Evangelist Johannes nennt Jesus das Licht der Welt, das in der Finsternis leuchtet. Die Kerze symbolisiert dieses Licht seit den Anfängen der Christenheit. Seit dieser Zeit werden Kerzen in der Liturgie entzündet. Diese wurden bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts ausschließlich aus reinem Bienenwachs hergestellt.

Warum nahm man Bienenwachs?
Zum einen aus ganz praktischen Gründen, da bis dahin kein Rohstoff bekannt war, der sich für die Herstellung von Kerzen eignete. Bewusst grenzen wir die Talglichte ab, die in kleinen Schüsseln der Mehrzahl der Menschen als Licht diente. Dieser Talg hatte nicht die Stabilität aus sich heraus als Kerze zu stehen. Dies änderte sich erst Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Erfindung des Stearins bzw. den ersten Abbauten von Erdwachs in Galizien und der Gewinnung des Paraffins aus Braunkohle.

Die Altarkerzen bestanden früher nur aus Bienenwachs, denn das Bienenwachs war das Material der keuschen Biene, das in der Nähe des Allerheiligsten brennen durfte. Ein weiterer Grund, warum man Bienenwachs nahm, ist, dass man für die Liturgie nur die edelsten Materialien verwenden wollte. Da diese Tradition aber mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges unterwandert wurde, da kein Bienenwachs mehr für die Kerzenherstellung verwendet werden durfte, gab es ja nun auch ein Material, was ähnliche Eigenschaften besaß wie Bienenwachs, aber wesentlich preisgünstiger am Markt zu erhalten war, das Paraffin. Die Kerzenhersteller einigten sich auf einen 10%igen Bienenwachsanteil in der Kerze. Es gibt in der Zwischenzeit auch Kerzenhersteller die 10% Bienenwachs im Austunk verwenden, das muss aber klar deklariert sein.

Zu welchen Anlässen verwenden wir Kerzen in der Liturgie?
Zunächst einmal zu jeder heiligen Messe bzw. Gottesdienst. Hier brennen die Altarkerzen am Hochaltar bzw. in der Nähe des Tabernakulums. Auch auf den sog. Volksaltären brennen Kerzen oftmals auch an den Seitenaltären und bei Hoch- und Apostelfesten auch auf den Apostelleuchtern. Auch die Akolythen bringen Ihr Licht mit Kerzen zur Verkündigung des Evangeliums zum Ambo oder die vielen Messdiener kommen mit Ihren Flambeaus.

Warum legen wir soviel Wert darauf, dass in der Liturgie so viele Kerzen gebrannt werden?
Weil wir als Katholiken in der Liturgie nicht nur eine symbolische Handlung sehen, sondern weil wir bei jeder heiligen Messe ein Fest feiern, bei dem uns Christus ganz nahe wird. Man schmückt den Raum des Festes, eben die Kirche, mit Blumen und Kerzen.
 
Außerdem hat die Kerze eine symbolische Bedeutung!
Die Flamme steht für das Licht und den Glanz, der in die dunkle Welt hineinbrach und die die Kerze beim Abbrand sichtbar verzehrt. Dieses sichtbare Sich Verzehren symbolisiert die Liebe Christi bis zu seinem Tode.
"In Licht und Glut verzehre ich mich für Euch"
Das kann Ihnen keine noch so gut gebaute Attrappe bieten.
Für alle kirchlichen Feste und bei jeder Wallfahrt werden echte Kerzen verwendet - und das aus gutem Grunde. Haben Sie schon einmal eine Taufkerzenattrappe aus Plastik gesehen? Sicher nicht.

Ihr Kerzenlieferant mit all seiner Wachszieherkunst hilft Ihnen nicht nur ein Brauchtum und eine Tradition zu pflegen, sondern echte Symbolik in der Kirche zu erhalten.

Kerzen in der Liturgie

 
 
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