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  Ein Beruf, den viele nicht mehr kennen - Kerzenhersteller/Wachsbildner
 


Nur wenige kennen noch die Berufe des Kerzenherstellers oder Wachsbildners. Genauso wenig erlernen ihn. Ganze 20 Lehrlinge, verteilt über die ganze Bundesrepublik, sind derzeit in einem Ausbildungsverhältnis. Sie absolvierten vor kurzem einen Lehrgang in Burgau/Schwaben. In der Firma von Wachsziehermeister Edgar Bader, Burgau in der eine Lehrwerkstatt integriert ist.

In ganz unterschiedlichen Betrieben erlernen die 20 Auszubildenden zum Kerzenhersteller oder Wachsbildner ihren zukünftigen Beruf. Vom kleinen Familienbetrieb bis zum Industriebetrieb nehmen die Kerzenhersteller Lehrlinge auf. Jeder Betrieb ist unterschiedlich ausgerichtet, hat unterschiedliche Kunden.

Dreijährige Ausbildung

Er ist einer der ältesten Handwerksberufe. Die Ausbildung dauert drei Jahre und schließt mit einer Gesellenprüfung ab. Der Hauptschulabschluss ist Voraussetzung, um eine Ausbildung beginnen zu können. Dann müssen die Lehrlinge einiges über Wachs, Farben und Herstellung und Gestaltung von Kerzen lernen. Zunächst erfahren sie, wo Wachs überhaupt herkommt, welche verschiedenen Arten von Wachs es gibt. Zur Ausbildung gehören aber auch Dinge, wie das Verflüssigen von Wachs unter Berücksichtigung ihres Schmelzpunktes oder das Ziehen und Walzen von Wachsplatten. Die Kerzenhersteller beschäftigen sich eher mit der technischen Seite des Berufes, arbeiten auch körperlich. Wachsbildner beschäftigen sich im Gegensatz dazu mit der kreativen Seite der Kerze. Sie entwerfen, verzieren, bemalen.

  

"Einfach schön"
Für den kreativen Bereich entscheiden sich hauptsächlich Mädchen, ihnen gefällt ihr Beruf, "gerade weil es nicht jeder macht". Aber auch das Material ist den Lehrlingen wichtig. "Mit Wachs zu arbeiten, ist einfach schön", begründen sie den Spaß an ihrer Ausbildung. Man könne es jederzeit verformen. Allerdings müsse man sich darüber klar sein, dass das kein Job sei "wie im Büro". "Man wird dreckig." Kerzenhersteller werden gerne Jungs, aber auch Mädchen. Auch sie arbeiten gern mit Wachs, betonen die Vorzüge des Materials. "Das Licht der Kerze" an sich fasziniere sie. Im Lehrgang lernen sie Maschinen kennen, die es zum Teil in den Firmen, in denen sie ihre Ausbildung machen nicht gebe. Hier könnten sie die Maschinen kennen lernen und auch kurz daran arbeiten.

Die Aussichten nach der Ausbildung übernommen zu werden sind sehr gut. "Nach wie vor besteht die Tendenz und das Bestreben, jeden Lehrling zu übernehmen."


 
 
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